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Kleine Chronik der Karnevalsgesellschaft

In Anlehnung an eine große und lange Tradition, taten sich im Jahre 1948 Mitglieder des Horster Kirchenchores und der Kolpingfamilie zusammen, um nach den Entbehrungen des Krieges ein altes Brauchtum in der Gemeinde St. Joseph, nämlich den Karneval, wieder ins Leben zu rufen.

Mit einfachster Ausstattung aber mit zündenden Ideen ging es in die erste Sitzung, die von Theo Freistühler mal in der Gaststätte Rettgen in Eiberg, mal in der Gaststätte Bonsiepen im "Grauen Esel" auf dem Kanarienberg abgehalten wurden.

Erst in späteren Jahren machte sich der Horster Pfarrkarneval das Lokal "Zur Krone" von Heinrich Müller zum Domizil. Weitere Wirte folgten; so nach 1964 Hermann Köhne, Klaus Kattenbracker, Guntram Nowacki, Dirk Hannapel, Slobodan Kostic und seit 2010 Edin Smaka (Edy) mit seinem Team.

Im Jahre 1950 übernahm Josef Freistühler das Amt des Präsidenten. Unter seinem Zepter wuchsen die ersten großen Talente in der Bütt der 50 Jahre heran: Theo Korte, Anton Führer, Heini Dolle, Theo Thull, Klaus Thull, Willi Siedner und Fritz Wessiepesowie Willi Küpper.

Auch alte Karnevalisten wie Bernhard Köhne, Fritz Schürmann, Clemens Braun, Hans Körber, Theo Bühling und Ferdi Stratmann waren in Technik und Elferrat präsent.

Volle Säle, selbst auf den Fensterbänken haben die Zuschauer gesessen, zeichneten damals an zwei Tagen den Horster Karneval aus.

Höhepunkte wie der "Alte Germane" von Theo Thull, Theo Korte als seine eigene Frau oder Willi Siedner "... und ich war doch schon so nass", gaben dem Pfarrkarneval immer wieder einen besonderen Reiz.

In den 60er Jahren kam die Zeit der großen Nachwuchstalente. Viele junge Männer aus Horst stelten ihr närrisches Können dem Club zur Verfügung.

Als erste Frau allein in der Bütt erschien Marianne Führer, später gefolgt von Erika Siedner.

Redner wie Jupp Lindken, Norbert Ellinghaus, Herbert Feldmann, Albert Schürmann, Eberhard Freistühler und Heribert Staudinger, Willy Fuhr und Klaus Hermsen sorgten damals und teilweise auch noch heute für närrische Hochgenüsse. Verstärkung im Elferrat und anderen Funktionen konnten durch Willi Brandhoff, Friedhelm Gundlach und Alfred Ruhrmann wahrgenommen werden.

Es wurde durch viele Jahre geblödelt, quergeschlagen und auch zaghaftes Politisches närrisch vorgetragen.

1967 schrieb unser langjähriger musikalischer Begleiter Willi Rüsing für uns das Lied von den "Ruhrkindern".

Im Jahre 1971 trat erstmalig die Gruppe der "Pappenheimer" auf mit Rainer Rieck, Willi Fuhr, Alfons Schürmann, Norbert Ellinghaus und Hubert Schulte-Oversohl, der damit in die Fußstapfen seines Vaters Hubert, ebenfalls langjähriger Aktiver, trat.

Bernhard Plückthun schloss sich bald der Gruppe an und Büttenredner wie Arnd Thull und Klaus Pietsch bereicherten die Szene. Erich Berns, Hans Schreckling und Günther Overwien standen dem Elferrat zur Verfügung.

1979 traten die Frauen Gabriele Plückthun, Toni Brandhoff, Gabriele Staudinger und Gerda Hermsen gemeinsam in einer Gesangdarbietung auf. Ein karnevalistisches Feuerwerk, welches sich insgesamt 10 Jahre über die Horster mit großem Erfolg ausbreitete.

Nach fast 30 Jahren Präsidentschaft legte Josef Freistühler sein Amt in jüngere Hände; zum neuen Präsidenten wurde Heribert Staudinger gewählt.

Zwei Jahre später konnte der Karnevalsclub, der sich seit einigen Jahren "Horster Ritter" nannte, seinen ersten Ehrenritter, Pfarrer Carl Sobietzky, ernennen. Der zweite Ehrenritter, 1986 ernannt, war Josef Freistühler.

Die 80er Jahre waren geprägt von zahlreichen Ausflügen ins Münsterland. Neue Namen in der Bütt und Elferrat tauchten auf. Mia Spielkamp, Dieter Pung, Peter Lueg, Heinz Schönenstein, Ludger Nienhaus, Martin Heiming, Martina Pietsch, HeinzSpitzer , dazu ein neuer Präses, Pfarrer Ulrich Tomaszewski sowie kurz aber heftig Kaplan Michael Füting.

1988 wurden gleich drei Karnevalisten zu Ehrenrittern gekürt: Theo Korte, Theo Thull und Bernhard Köhne. In jedem Fall ein echtes karnevalistisches Urgestein.

Auch in den späteren Jahren veranstaltete der Karnevalsclub abenteuerliche Fahrten ins Münsterland, die als echte Alternative zu den sogenannten gemütlichen Abenden galten.

In den 90er Jahren, im fünften Jahrzehnt unseres Bestehens, konnten zahlreiche neue Büttenredner wie Markus Kemper, Rolf Klaus, Andreas Heß, Andre Schembach, Winfried Quint und Rolf Führer begrüßt werden. Verstärkt hatte sich die Truppe auch mit Dieter Hütten, Helmut Zibull, Norbert Thull und Thorsten Hermsen.

Als Dank und Anerkennung für jahrzehntelange harte Arbeit beim Auf- und Abbauender Bühne sowie der Gestaltung des Festsaales wurde Hans Körber 1996 die Ehrenritterschaft verliehen.

Da den "Horster Rittern" im Jahre 1999 kein Saal zur Verfügung stand, entschlossen sie sich spontan zum Bau eines Festwagens, der am Umzug der "Freisenbrucher Gänsereiter" am 14.02.1999 teilnahm.

Über zwei Monate werkelte man in liebevoller Kleinarbeit Woche für Woche in den Hallen des Aktiven Heinz Spitzer an einem Gebilde, welches schließlich die Form einer Burg annahm, und auf einem LKW montiert, eine stolze Zahl von ansehnlichen Rittern zum Karneval durch die Lande führte.

Im Jahr 2000 trat Christiane Führer mit ihrem Schwager Rolf und Andreas Heß zum ersten Mal auf.

Schließlich zeichnete sich um die Jahrhundertwende eine wahre Renaissance unserer närrischen Gesellschaft ab: Der aus Funk und Fernseh bekannte Musiker Kalle Jung stellte sein bedeutendes musikalisches Können in den Dienst der "Horster Ritter". seine Frau Lisa eroberte die Bütt, gleichzeitig mit Nicole Mosler. Jüngste Elferräte sind Fabian Spitzer und Michael Frach.

Ohne Unterbrechung waren Jupp Lindken und Klaus Hermsen 2002 vierzig Jahre in der Bütt; aus diesem Anlass hat sie die Karnevalsgesellschaft der "Horster Ritter" mit der Ehrenritterwürde belegt. In diesem Jahr stand Bettina Führer mit ihrer Schwägerin, nicht Schwester, Christiane als Partnerin auf der Bühne.

Am 27.12.2002 wurde aus "steuerrechtlichen Gründen" der heutige nicht eingetragene Verein gegründet. Die Gründungsmitglieder sind Peter Lueg, Dieter Hütten, Willi Brandhoff, Heribert Staudinger und Klaus Hermsen. Die Bestätigung der Gemeinnützigkeit (Steuerrecht) gilt seit dem 08.01.2003.

Ebenfalls wegen langjähriger herausragender Verdienste um den Karneval wurden im Jahre 2003 Willi Brandhoff und der Präsident Heribert Staudinger mit den Insignien der Horster Ehrenritter versehen. Verstärkt wurde in dem Jahr der Elferrat mit Günther von der Gathen und Jörg Hütten, der in den nächsten Jahren mit Lioba Quint einige gelungene Auftritte in der Bütt absolvierte.

Im Jahr 2004 trat Andreas Führer in den Dienst der "Horster Ritter" ein und Dieter Pung plante seine Solokarriere.

In seinem letzten Jahr als Präsident begrüßte Heribert Staudinger dann 2005 Dieter Pung als "Heino" und Jürgen Friedrich als Ersatz für Dieter bei den Burgsängern auf der Bühne. Auch traten in diesem Jahr dann - aufgrund langjähriger Verdienste in Bütt und Technik - Norbert Ellinghaus, Herbert Feldmann und Friedhelm Gundlach in die Tafelrunde der Ehrenritter ein.

Als schließlich Dieter Hütten im Jahre 2006 im gesegneten Ritteralter auch noch den Kampf mit dem närrischen Publikum aufnahm, wurde Andreas Führer zum neuen Sitzungspräsidenten gewählt und löste nach 26 Jahren Heribert Staudinger ab. Erstmals standen in diesem Jahr junge Frauen und Mädchen der Gruppe "RÜ Royale" auf der kleinen Bühne, um uns ihr Können im Tanz darzubieten. Sie bringen immer wieder eine bunte Mischung von Garde- und Showtanz mit.

Neue Gesichter am langen Tisch auf der Bühne gab es auch 2007. Da zogen Edgar Huvermann und Jan Stahlhut als Mitglieder des Elferrates in die Sitzung mit ein. Die Gruppe der "Burgsänger" erweiterte sich mit Stefan Bogers und Frank Leyerer.

Leider verstarb im nächsten Jahr unser Musiker Kalle Jung, wir konnten glücklicher Weise mit Hans Lambach einen Musiker finden, der kurzfristig einsprang und sich recht wohl in der Runde der "Horster Ritter" fühlte. Er wurde mit der Mikrofonanlage unterstützt durch Friedhelm Gundlach und Rainer Führer, der uns seit dem jedes Jahr begleitet.

Ein 1000 Liter Weinfass musste für die neue Bütt herhalten. Jupp Lindken wollte immer in einer richtigen Bütt stehen. Diesen Wunsch konnten wir ihm auch erfüllen. Das Fass wurde vom Winzer an der Mosel direkt nach Horst geliefert. Nach ein paar Tagen Umbau war die Bütt fertig und konnte die Bühne verschönern.

Auf der Suche nach einem Musiker wurde unser technischer Leiter Friedhelm auf der Straße fündig. Durch eine Werbung auf seinem Auto fanden wir Heinrich Pilot, der uns seit 2009 musikalisch begleitet.

Beim Karneval 2010 wurde dann der Vereinsvorsitzende Peter Lueg zum bisher letzten Ehrenritter ernannt.

 In den vergangenen zwei Jahren begrüßten wir noch Stefan Hagedorn und Tristan Felden (2009) und Thomas Wollweber, Tobias Böhne und Andre Schwank (2010) als neue Mitglieder im Elferrat. "RÜ Royale" brachten mit ihren Männern noch mehr Farbe in Spiel.

Am Rosenmontag 2011 machte sich eine Gruppe der Horster Ritter auf den Weg, um am Essener Rosenmontagzug teilzunehmen. Es waren ca. 25 Personen, die sich bei schönstem Wetter, unterteilt in Groß und Klein, Ritter und Burgfräulein, die sich mit Bollerwagen, Verpflegung und zu wenig Wurfmaterial, von Horst über Eiberg-S-Bahnhof nach Rüttenscheid bewegten. Die Fußtruppe war nach dem Rosenmontagszug zufrieden und wohlgelaunt, in gemütlicher Runde wurde schon für 2012 geplant.

Karneval 2011 konnten wir unseren Pastor Markus Pottbäcker begeistern, eine kleine Büttenrede zu halten. Wir mussten ihn nicht großartig bitten, da er ein richtiger Jeck ist. Er hat sogar in Oberhausen einen Karnevalsclub mitgegründet. Im darauf folgenden Jahr war er fester Bestandteil des Programms und hat zum Schluss alle Gäste richtig begeistern können. Er fehlte leider am Sonntagabend, da er bei seinem Club in Oberhausen war.

Am 11.11.11 waren die Ritter zu einem Essen auf der Burg Blankenstein geladen. Gemeinsam fuhren die meisten Ritter und Burgfrauen und deren Partner mit dem Bus nach Hattingen. Dort wurden wir von dem Zeremonienmeister Tunichtgut von Friedeborg empfangen. In ritterlichen Kostümen gekleidet wurden wir zur Tafel gebeten. Es gab ein Mahl nach Ritterart, bei dem man auch die Finger benutzen konnte. Zwischendurch trat immer wieder Tunichtgut in unseren Raum, um uns so manche Geschichten zu erzählen. Wie der Umstand es so wollte, wurde auch ein Gast zum Ritter geschlagen. Dieses haben wir sofort genutzt, um Hubert Schulte-Oversohl für seine langjährige Arbeit bei den Horster Rittern mit dem Ehrenritter zu belohnen. Auf der gemeinsamen Rückfahrt nach Essen, alle wohl gespeist und getränkt, kam man zu der Erkenntnis, dass dieses ein gelungener und sehr unterhaltsamer Abend war.

Im Elferrat 2012 gesellten sich zwei neue Gesichter dazu. Zu einem konnten wir Felix Friedrich, den Sohn unseres Burgsängers Jürgen, für uns gewinnen, zum anderen konnten wir Michael Groß, Ehemann der Tänzerin Nicole, begeistern. Der Rosenmontagzug war auch in diesem Jahr ein wunderbares Erlebnis, zumal uns Heinz Spitzer mit seinem "verkleideten" Chrysler als Verpflegungswagen begleitet hat. Das Fahrzeug, mit einer Burg beklebt, konnte noch lange in Horst und Umgebung gesichtet werden. Den Abschluss des Rosenmontags begleitete Heinrich Pilot am Abend beim gemütlichen Zusammensein mit seiner "Quetschkommode", er war kaum zu bremsen, und zwei Büttenredner brachten ihr Bestes. Der am Rittermahl nicht teilgenommene Alfred Ruhrmann wurde an diesem Abend in den Stand des Ehrenritters erhoben. Auch er hat sich immer wieder mit seinen Anregungen und Hilfen eingebracht, wie es ihm möglich war. Karneval 2012 wurde dann in der Gemeinde mit dem Kehraus im Gemeindesaal beendet.

Im nächsten Jahr, Session 2012/2013, wurde der Elferrat nochmal durchgemischt. Dazu gestoßen sind mit Christoph Weiß, Olaf Kaiser, Oliver Neu, Wolfgang Weber und Thomas Künkler, jüngere Väter um die Horster Ritter tatkräftig zu unterstützen. Vor dem Elferrat gab es auch eine Neuerung, denn durch das Beenden der Bühnenkarriere von Dieter Hütten, gab es eine Lücke bei den Büttenrednern. Dieses Loch konnte durch Stefan Bogers mit Unterstützung von Andreas Heß sehr gut gefüllt werden, sodass die Horster Ritterschar ein gutes Programm darbieten konnte. Natürlich haben wir auch in diesem Winter am Rosenmontagzug in Essen teilgenommen. Leider war es sehr kalt, jedoch blieb es trocken. Beim gemütlichen Abend dann, kamen Gespräche auf, was man denn im nächsten Jahr machen wird. Man sieht nach dem Karneval ist vor dem Karneval. Die Session wurde dann wie üblich mit dem Kehraus abgeschlossen, wobei eine Person schmerzlich vermisst wurde. Pastor Markus Pottbäcker lag mit Fieber im Bett und konnte kein Karneval genießen, das schmerzte ihn wohl am meisten.

Der Karneval lebt in Horst und Eiberg, in den Jahren hat sich die Bühne verändert, die Akteure stehen seit einigen Jahren nicht mehr auf einem Gestell aus Stempel, Kanthölzern und Gerüstbohlen. Die Dekoration hat sich dem renovierten Saal (2010) angepasst. Im Jahr 2014 trat auch Pastor Markus Pottbäcker wieder auf, bevor er die Gemeinde im Oktober 2014 verlassen hat. Da auch Lisa Jung sich aktiv von der Bütt abgemeldet hatte, wurde wieder jemand gesucht, der die Programmlücke schließt. Jürgen Eickmann hat sein Debüt als Büttenredner gegeben. Er trat als Tourist in Italien auf. Die „Mädchen“ und „Jungen“ von „Rü Royale“ sind ein fester Bestandteil der Horster Ritter, genannt Showtanzgarde der Horster Ritter, begeistern sie immer wieder das Publikum durch ihre Showtänze.Der Elferrat wurde auch durch neue Mitglieder aufgefüllt. Ralph Knüttel, Tobias Sies und Mario Schlich haben sich in Schale geschmissen (schwarzer Anzug, weißes Hemd) und sich bereit erklärt an den Sitzungen aktiv mitzumachen. Dirk Gerber hatte sich ein Jahr zuvor an die 2. Vorsitzende gewendet und sein Interesse bekundet bei den Rittern dabei zu sein. Ihn haben wir dann eingeladen und so war es um ihn geschehen. Er sitzt seitdem auch im Elferrat und feiert fleißig mit.

Im Jahr darauf hatten wir wieder eine Neuerung im Programm. Der Schutzmann, dargestellt von Thomas Wollweber, trat auf die Bühne. Er hatte im Laufe des vergangenen Jahres Einiges in seinem schwarzen Buch protokolliert. Die Tanzgarde hat sich durch Bettina und Christiane Führer Verstärkung für den Tanz im 2.ten Teil geholt. Für die erste Hälfe konnten Simone Kalisch und Daniela Wilsing, die seit Anfang an, schon zum 10.ten Mal, dabei sind, einige Kinder der Horster Ritter begeistern. Der Tanz der Clowns war einfach nur schön.

Als 2015 Stefan Bogers sich eine Auszeit gönnte, trat Christoph Weiß mit Andreas Heß gemeinsam auf. Sie konnten so Einiges aus Steele, Eiberg und über die Horster erzählen. Im Elferrat nahm Michael Lindken Platz, sein Onkel Jupp ist allen als der Querschläger bekannt. Die Tanzgruppe erhielt auch wieder Verstärkung. In der Gruppe der "Kleinen" kamen zu Fiona und Marie, nun Lina und Alina auf die Bühne. Zu "Heidi" tanzten sie ihre Choreografie und ließen sich auch nicht vom Kameramann von Steele.tv beeindrucken oder aus dem Takt bringen. Auch die älteren hatten kein Problem, als plötzlich das Playback abbrach und neu gestartet werden mußte. Fast alles Profis. Mit 10 Tänzerinnen und 1 Tänzer, unserem Moritz wurde es im 2.ten Teil der Veranstaltung wieder eng auf unserer kleinen Bühne.
Der Rosenmontagzug wurde auf Grund von Unwetter- und Sturmwarnung abgesagt und auf den 13.3.2016 verlegt. Es war nicht die einzige Absage in NRW, auch in Düsseldorf wurde der Umzug aus Sicherheitsgründen abgesagt, bzw. verschoben.
Am 13.3.2016, wurde für uns ungewohnt dann der Rosenmontagzug unter dem Namen "Gelb Blauer Festumzug" gestartet. Bei sonnigem Wetter trafen wir uns mit einer kleineren Abordnug (ca.40) als erwartet in Kostümen am Treffpunkt. Ein gecharteter Bus fuhr uns dann direkt zu unserem Aufstellpunkt und holte uns am Bahnhof wieder ab. Das war eine gute Idee, denn so konnten wir alle zusammen zum Gemeindeheim fahren, wo unser 2. Vorsitzende Oliver Neu uns schon mit frischem Kaffee und Kuchen erwartete. Um ca. 17:00 Uhr löste sich dann die Gesellschaft langsam auf. fazit des Tages: es war anders, aber auch schön. Doch nächstes Jahr hoffen wir wieder auf gutes Wetter am Rosenmontag.

Nachdem 2014 Jupp Lindken, als großer Büttenredner, und 2015 Herbert Feldmann, als Redner und Texter, uns für immer verlassen haben, mussten wir dann 2016 den Träger des Bundesverdienstordens und großartigen Büttenredner, Klaus Hermsen, zum Grabe begleiten. Mit ihnen haben die Horster Ritter drei der wichtigen Akteure des Horster Karnevals verloren. Durch ihre Reden und Taten haben sie das Programm der Horster Ritter immer wieder mitgestaltet. Wir werden unsere Ehrenritter in guter Erinnerung behalten.

Die Session 2016/2017 wurde mit dem Frühstück, welches nun zum dritten Mal abgehalten wurde eröffnet. In gemütlicher Runde wurde das Programm für Karneval 2017 geplant. Nach einem Jahr „Abstinenz“ tritt Stefan Bogers wieder als Büttenredner und als Mitglieder der „Burgsänger“ auf. Für den Elferrat konnten wir wieder neue Mitglieder begeistern. So nahmen an den Veranstaltungsabenden Christian Führer, Michael Groß und Thorsten Barth, deren Partnerinnen in der Tanzgruppe auftreten, zusätzlich am langen Tisch auf der Bühne Platz, sodass wir auch mal dort durchwechseln konnten. Mit immer wieder neuen Überraschungen wird es bei den Horster Rittern nicht langweilig. Jedoch müssen wir aufpassen, dass die Tanzgruppe uns nicht den gesamten Elferrat ausspannt. Denn Thorsten Barth und Dirk Gerber wechselten den Platz auf der Bank mit einem Part in dem Showtanz. Mit dabei waren auch Lea Gerber und Florian Wilsing, der eine längere „Findungsphase“ als Auszeit hatte.

Auf unserem gemütlichen Abend im Juni konnten wir noch zwei Horster Ritter ehren. Zu einem wurde Heinz Spitzer aufgrund seiner langjährigen Zugehörigkeit und seinem hohen Engagement zum Ehrenritter ernannt und zum anderen wurde Friedhelm Gundlach für seine 40-jährige Mitgliedschaft besonders geehrt.

Im Jahre 2018 war Jubiläum angesagt, 70 Jahre Karneval in Horst/Eiberg. Wir konnten den Elferrat durch einen echten Kölner Jung, Timo Beuth, ergänzen. Leider wurde am letzten Veranstaltungsabend der Sitzungspräsident Andreas Führer, aus seinem Amt verabschiedet. Über die Nachfolge stimmt die Mitgliederversammlung im Herbst ab.  
Nach einer wieder gelungenen Session im Jubiläumsjahr, mit gutem Programm an drei Abenden und der Teilnahme am Rosenmontagzug, konnte die Gemeinschaft der Horster Ritter im Sommer einen Ausflug machen. In diesem Jahr ging es an den Rhein, nach Andernach, zum größten Kaltwasser-Gysir der Welt. Am frühen Morgen ging es los und wir hatten schon viel Spaß auf der Hinfahrt. Nach dem Besuch des Museums und des Gysirs, wurde das Mittagessen in dem Stammlokal der Andernacher Prinzengarde eingenommen. Danach ging es in kleineren Gruppen auf Stadtbesichtigung, bevor man sich rechtzeitig am Rheinufer im Biergarten wieder traf. Nach einem schönen Nachmittag ging es dann wieder auf die Autobahn Richtung Heimat. Leider konnten nicht alle Mitglieder teilnehmen, aber daran arbeiten wir noch.  

Der Frohsinn war und ist immer unser Hauptanliegen gewesen. Hier in Horst, im Vorort einen natürlichen ungezwungenen und vor allen Dingen kommerzfreien Karneval zu gestalten, das werden wir auch in den nächsten Jahren versuchen. Dass solche Sitzungen, solche Darbietungen nur vor und mit einem fanatischen Publikum möglich sind, das wissen wir schon seit nun mehr 64 Jahren. Darum sei auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Horster und an Alle aus der Umgebung ausgesprochen, die uns viele Jahre die Treue gehalten haben und auch hoffentlich weiterhin werden.

 

OSTimer

Rosenmontag 2019 04.03.2019 03:11 PM 105 Tage